Auch viele Deutsche sind inzwischen auf den asiatischen Geschmack gekommen und probieren die unzähligen Rezepte auch am heimischen Herd aus. Neben frischem Gemüse, Fleisch und Reis oder speziellen Nudeln sind es vor allem die Gewürze, die den Gerichten ihre charakteristische und möglichst originalgetreue Note verleihen. Dafür benötigt man eine Reihe von Zutaten, die das bewährte Gewürzbord nicht hergibt.
Im Asiahandel, in gut sortierten Feinkostläden, Kaufhäusern und Supermärkten findet man bereits seit längerem ein Sortiment an Zutaten und Gewürzen für die asiatische Küche. Auch im Internet gibt es verschiedene Anbieter und Online-Shops, über die man sich die asiatischen Spezialitäten und Gewürze bestellen kann. Dazu gehören u. a. getrockente Algen, die ein fester Bestandteil der japanischen Küche sind. Das Meeresgemüse gilt aufgrund seines Gehalts an Vitaminen und Mineralstoffen als sehr gesund.
Bei den Gewürzen sind Kurkuma (Gelbwurz) und Safran unverzichtbar. Das gelbe Kurkuma wird meist als Pulver angeboten und für Fleisch- und Fischgerichte verwendet. Auch Hülsenfrüchte wie Linsen können eine Prise davon vertragen. Safran gilt als teuerstes Gewürz der Welt und wird zum Verfeinern von Reis eingesetzt. Eine Messerspitze der kostbaren roten Fäden reicht, um einem ganzen Topf Reis eine ansprechende gelbliche Tönung und einen eigenwilligen Geschmack zu verleihen. Beliebt sind auch Gewürzmischungen aus Nelken, Pfeffer, Sternanis, Fenchelsamen und chinesischem Zimt oder aber aus Mohn, Sancho (Szechuanpfeffer), Sesamkörnern, Leinsamen und Cayennepfeffer. Um die richtige Schärfe zu erzielen, benötigt man Sambal oder das besonders scharfe Sambal-Olek, eine Paste, die aus Chili gewonnen wird. Auch Chiliöl eignet sich bei manchen Speisen als “Scharfmacher”. Ingwer gehört ebenfalls auf den Einkaufszettel für viele asiatische Gerichte, wobei frischen Knollen der Vorzug gegeben werden sollte. Frischer Koriander gibt vielen Gerichten eine besondere Note, sollte aber sparsam verwendet werden.
Zitronengras, Kumin (Schwarzkümmel), Curry und Currypasten, Reisessig, Kokosmilch und Fischsauce sind weitere Gewürze und Zutaten, die man für die asiatische Küche im Vorrat halten sollte. Curry, z. B. die bekannte Mischung Garam Masala, wird vor allem in der indischen Küche benutzt. Currypasten in Rot (scharf) oder Grün (schärfer) gehören zu thailändischen und vietnamesischen Spezialitäten. Nicht zu vergessen der Hit bei fast allen asiatischen Gerichten: Shoyu oder Sojasauce aus Sojabohnen. Sie wird in drei Sorten angeboten: dunkel, hell und mild. Die dunkle, dickflüssigere Sauce schmeckt weniger salzig, die aromatische helle eignet sich am besten zum Kochen. Hobbyköche freuen sich über ein Set mit asiatischen Gewürzen, wie man es im Handel oder online bekommen kann. Auch spezielle Gefäße zur Aufbewahrung der Zutaten sind erhältlich, u. a. Glasflaschen für Sojasauce, wie man sie aus den asiatischen Restaurants kennt.




Hinterlasse Deine Antwort